NOAA-Serie (NOAA-12, -14, -15, -16, -17, -18)
Die Empfangsanlage für APT Aussendungen der WettersatellitenAPT- und HRPT Aussendung der NOAA Satelliten
NOAA APT Bildverarbeitung
NOAA-12 wurde am 14.05.1991 von Vandenberg Californien gestartet. NOAA-13 startete am 09.08.1993, aber 2 Wochen später verlor man den Kontakt zum Satelitten. Am 30.12.1994 wurde dann NOAA-14 gestartet. NOAA-15 wurde im 13.05.1998 gestartet. Auch er läuft sonnensynchron um die Erde.
Am 21.09.2000 wurde NOAA-16 von Vandenberg Californien gestartet. Am 13.11.2000 trat ein Defekt des APT Systems auf, so dass es abgeschaltet wurde.
NOAA-17 wurde am 24.06.2002 ebenfalls von der Vandenberg
Airbase Californien gestartet und ist derzeit der Primary PM
Satellit.
Schon die ersten Aussendungen nach dem Start von NOAA-17 waren
vielversprechend. Hier ein Bild vom Orbit #15 (25.06.2002, 2100
UTC), die Feldstärke ist sehr hoch, so dass auch ohne
Vorverstärker rauschfreie Aufnahmen mit hoher ZF-Bandbreite (hier
150 kHz) gemacht werden können.

Hier ein IR/VIS Bild vom 14.07.2002. Es zeigt die Nordküste Frankreichs bis Mittelengland. (Aufnahme mit einer ZF-Bandbreite von 150 kHz).
so klingt das APT-Signal
eines NOAA-Satelliten (137 MHz)
Status
| Satellit | NASA Catalog | Start | Orbit | APT / HRPT Frequenz | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| NOAA-12 (D) | 21263 | 14.05.1991 | 833 km / morgens | 137.50 MHz / 1698.0 MHz | AM Standby |
| NOAA-14 (J) | 23455 | 30.12.1994 | 870 km / nachmittags | 137.62 MHz / 1701.0 MHz | AM STandby |
| NOAA-15 (K) | 25338 | 13.05.1998 | 833 km / morgens | 137.50 MHz / 1702.5 MHz | AM Backup |
| NOAA-16 (L) | 26536 | 21.09.2000 | 870 km / nachmittags | 137.62 MHz / 1701.0 MHz | PM Primary |
| NOAA-17 (M) | 27453 | 24.06.2002 | 870 km / morgens | 137.62 MHz / 1701.0 MHz | AM Primary |
| NOAA-18 (N) | 28654 | 20.05.2005 | 870 km / nachmittags | 137.9125 MHz / 1701.0 | Testphase |
POES Status http://www.oso.noaa.gov/poesstatus/
Instrumente
Überblick
- AVHRR - ADVANCED VERY HIGH RESOLUTION RADIOMETER
- DCS - DATA COLLECTION SUBSYSTEM
- SSU - STRATOSPHERIC SOUNDING UNIT
- MSU - MICROWAVE SOUNDING UNIT
- HIRS - HIGH RESOLUTION INFRARED SOUNDER
- AMSU-A1 - ADVANCED MICROWAVE SOUNDING UNIT-A
- AMSU-A2 - ADVANCED MICROWAVE SOUNDING UNIT
- AMSU-B - ADVANCED MICROWAVE SOUNDING UNIT
- SAR - SEARCH & RESCUE INSTRUMENTS (REPEATER/PROCESSOR)
- SBUV - SOLAR BACKSCATTER ULTRAVIOLET SPECTRAL RADIOMETER
- SEM - SPACE ENVIRONMENT MONITOR
- SOLID STATE RECORDER (SSR), DIGITAL TAPE RECORDER (DTR)
AVHRR - ADVANCED VERY HIGH RESOLUTION RADIOMETER
Das Radiometer misst die reflektiert Energie im sichtbaren und
near-IR Bereich des elektromagnetischen Spektrums um so die
Vegetation, Wolken, Seen, Küstenstreifen, Schnee, Aerosol und Eis
zu untersuchen. Das Instrument bestimmt ebenso über die
abgestrahlte Energie, die Temperatur der Landoberfläche, des
Wassers und der Meeresoberfläche, ebenso der Wolken darüber. Es
nimmt über 4 (AVHRR/1 bei NOAA 10) bzw. 5 Spektralkanäle (AVHRR/2
bei NOAA 9/11/12) in einer Breite von 1440 km und mit einer
Abtastrate von 360 Zeilen/Minute auf.
Das Instrument hat einen unmittelbaren Sichtbarkeitsbereich
(field-of-view) von 1.3 milliradians. Bei digitaler
Datenübertragung (HRPT, 2048 Punkte/Linie) beträgt somit die
Auflösung im Subsatellitenpunkt jeweils 1,1 km. Für den
Direktempfang mit einfachen APT-Stationen werden 2 Kanäle
(tagsüber 2/Vis und 4/IR, nachts 3/IR und 4/IR) bei reduzierter
Auflösung (4 km) bei einer Abtastrate von 120 Zeilen/Minute und
gleichzeitiger Entzerrung an den Rändern analog übertragen (ATP,
1024 Punkte/Linie).
Ein ständig rotierender elliptischer Spiegel scannt die Erde in
einem Winkelbereich von +/- 55.4° (vom SSP). Der Spiegel scannt
mit 6 Umdrehung pro Sekunde um so eine kontinuirliche Abdeckung
zu erhalten.
Die IR-Kanäle (3-5) sind thermisch kalibriert, so dass ihre Daten in Temperaturen umgerechnet werden können. Aus den Daten der VIS-Kanäle (1-2) kann das Verhältnis zwischen dem von der Erde reflektierten und dem dort einfallenden Licht (Albedo) herausgerechnet werden.
Das neue AVHRR/3 (ab NOAA-14) ist ein 6-Kanal Imaging Radiometer; es besitzt einige Verbesserungen im sichtbaren Bereich (Spektrum, Gewinn) um gerade im low-light-Bereich bessere Ergebnisse zu erzielen. Im Gegensatz zu den Vorgängertypen wurde ein 6. Kanal im Bereich 1,6 µm hinzugefügt (Channel 3A). Damit ist eine Qualitätssteigerung für die Beurteilung von Schnee, Eis und Wolken möglich. Channel 3A wird nun zeitlich geteilt mit dem vorhandenen 3.7 µm Channel (nun 3B), um weiterhin nur 5 Kanäle zur kontinuirlichen Datenübertragung zu haben. Ein externes Sonnenschild und eine interne Ablenkplatte wurden hinzugefügt, um die Beeinträchtigungen der Instrumente durch das Sonnenlicht zu reduzieren.
| Kanal | Spektralbereich | Farbe | Charakteristik | S/N | max. Auflösung im SSP |
Albedo Range |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 0.58 - 0.68 µm | Gelb bis orange, sichtbar rot |
Wolken und Erdoberfläche (Tag) optische Dichte von Aerosolen in der Atmosphäre über Wasser |
9:1 @ 0.5% Albedo | 1.09 km | 0 - 25%, 26 - 100% |
| 2 | 0.725 - 1.00 µm | nahes Infrarot | im Maximum der Chlorophyllreflexion, für Vitalitätsuntersuchungen |
9:1 @ 0.5% Albedo | 1.09 km | 0 - 25%, 26 - 100% |
| 3A | 1.58 - 1.64 µm | mittleres Infrarot | Trockenindikator für Böden und Vegetation |
20:1 @ 0.5% Albedo | 1.09 km | 0 - 12.5%, 12.6 - 100% |
| NE Δ T | Max Scene Temp |
|||||
| 3B | 3.55 - 3.93 µm | thermisches Infrarot | Oberflächentemperatur der Meere Wolken (Nacht) |
0.12 @ 300°K Scene | 1.09 km | 335 °K |
| 4 | 10.30-11.30 µm | thermisches Infrarot | Oberflächentemperatur der Meere | 0.12 @ 300°K Scene | 1.09 km | 335 °K |
| 5 | 11.50-12.50 µm | thermisches Infrarot Wasserdampf |
Oberflächentemperatur der Meere | 0.12 @ 300°K Scene | 1.09 km | 335 °K |
NE Δ T= Noise Equivalent Temperature Difference
S/N = Signal to Noise Ratio
Albedo: Quotient aus reflektiertem Licht zu einfallendem Licht; typ. Werte für z.B.: Neuschnee 0.95, Wasser 0.10-1.00, Laubwald 0.15-0.20, Nadelwald 0.05-0.15 Gras 0.16-0.26, Wüste 0.20-0.45, Boden von dunkel (nass) bis hell (trocken) 0.05-0.40

NOAA-17 VIS (Ch1) + nIR (Ch2) und NOAA-14 IR und VIS

NOAA-12 Umschaltung VIS/nIR + IR
DCS - DATA COLLECTION SUBSYSTEM
Stationen, die allgemeine Daten sammeln (Bojen, freifliegende
Ballons und ferngesteuerte Wetterstationen), senden ihre Daten im
401.65 MHz Uplink zum NOAA-Satelliten. Diese Systeme messen in
der Regel Umweltfaktoren wie atmospherische Temperatur,
Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung usw.
Das DCS sammelt diese Daten, bereitet sie auf und speichert sie
ab. Für frei schwimmende Telemetriesysteme (Bojen) bestimmt das
System den Standort in einem Bereich von 5-8 km , für fliegende
Systeme sogar mit einer Genauigkeit von 1 m/s. Die
abgespeicherten Daten werden einmal pro Orbit zur Bodenstation
gesendet. Im französischen Centre National D’ Etudes
Spatiales (CNES) in Toulouse und dem Service Argos Facility in
Lanham, Maryland werden sie aufbereitet und archiviert. Von hier
erfolgt auch die Verteilung der Daten an die Kunden.
SOLID STATE RECORDER (SSR), DIGITAL TAPE RECORDER (DTR)
Der Solid State Recorder und der Digital Tape Recorders sind
komplette Datenaufzeichnungs/speicher-Systeme. Sie speichern die
gesamten Daten der einzelnen Sensoren für den kompletten Umlauf.
Die Recorder sind Teil des Command and Data Handling Subsystems
des Satelliten.
Eine redundante Konfiguration aus vier DTRs und einem SSR sind
z.B. bei NOAA-17 vorhanden, um die verschiedenen Datenströme auf
verschiedene Speicherkapazitäen zu verteilen.
Der DTR ist eine elektronischen Einheit, bestehend aus Datenverarbeitungseinheit, Command und Telemetrie Subsysteme, Stromversorgung, Taktreferenzen und diversen Schnittstellen zum Satellitensystem. In jeweils zwei Druckbehälter befindet sich die komplette Aufzeichnungstechnik (koaxiale magnetische Spulenbänder, getriebe- und motorlose Federsysteme, Capstan, Aufzeichnungs/Wiedergabe und Löschköpfe). Jede DTR hat eine Speicherkapazität von 1 Gbit und je nach selektierter Wiedergabegeschwindigkeit eine Datenrate eine Geschwindigkeit bis zu 2.66 Mbit/s. Der SSR hat identische Funktionen wie der DTR, nutzt aber zur Archivierung digitale DRAM-Speicherbausteine. Er besitzt eine größere Speicherkapazität von 2.8 Gbit. Durch ein spezielles custom Error Detection and Correction System (EDAC) wird eine hervorragend niedrige Bitfehlerrate erzielt.
SSU - STRATOSPHERIC SOUNDING UNIT
Temperaturmessungen in der oberen Stratosphäre werden von Strahlungsmessungen aus drei Kanälen abgeleitet, die mit Hilfe von druck-moduliertem Gas (CO) durchgeführt werden. Dadurch wird eine selektive Stahlungsmessung (eine Art Bandpass) erreicht. Das Gas ist mit einem bestimmten Druck versehen, womit eine Wichtungsfunktion erzielt wird. Das Maximum liegt hier im Höhenbereich 25-50km, in diesem Bereich beträgt der atmosphärische Druck 15.5 bis 1.5 mBar. Für jeden Kanal existiert also eine solche gasgefüllte Druckzelle, die sich im optischen Weg des jeweiligen Sensors befindet.
MSU - MICROWAVE SOUNDING UNIT
Diese Einheit untersucht und misst die Energie der Troposphäre, um so ein vertikales Temperaturprofil mit einer Höhe von etwa 20km zu erzeugen. Diese Messungen werden durch radiometrische Erkennung von Mikrowellen, bezogen auf 4 verschiedene Frequenzkanäle durchgeführt. Jede Messung ist also ein Vergleich des gemessenen Signals (Energie im Spektrum) der Troposhäre mit einer referenzierten Umgebungstemperatur. Da diese Messmethode nicht gravierend durch Wolken beeinflusst wird, wird sie zusammen mit dem HIRW21 Instrument eingesetzt, um Messfehler zu beseitigen, wenn Wolken vorhanden sind.
HIRS - HIGH RESOLUTION INFRARED SOUNDER
Das HIRS/3 ist ein 20-Kanal-Instrument, welches einen
unmittelbaren Sichtbarkeitsbereich von 1.3° mit einer nominalen
Auflösung von 18.9 km (im SSP) besitzt. Der Sensor besitzt einen
Cross-track-stepped-Scaner und er scannt damit schrittweise ±
49.5° im SSP mit insgesamt 56 Feldern pro Scan. Das Instrument
benötigt für eine gesamte Scanlinie somit 6.4 Sekunden.
Das HIRS/3 Scanprofil wurde gegenüber dem Vorgängermodell
dahingehend geändert, dass die für die interne Kalibration
notwendige kalte (im IR also schwarze) Referenzlinie des Gehäuses
von der automatischen Kalibrierungssequenz auszuschlossen wurde.
Diese zusätzlich gewonnene Zeit wird genutzt, um einen weiteren
Scann (38 Scans pro Kalibrierung)von der Erde zu machen.
Das Instrument misst das Strahlungsbild im infrarotem Spektrum
(IR). Die Daten dieses Instrumentes werden in Zusammenarbeit mit
dem AMSU Instrument genutzt, um vertikale Temperaturprofile der
Atmosphäre über der Erdoberfläche bis in eine Höhe von 40km, zu
berechnen.
Diese Daten werden auch für die Bestimmung der
Meeresoberflächentemperatur, zur Bestimmung des Ozongehaltes,
Dunst, Wolkenbedeckung und Wolkendichte und Oberflächenstrahlung
genutzt.
AMSU-A1 - ADVANCED MICROWAVE SOUNDING UNIT-A
Die AMSU-A misst den Strahlungsbereich im Mikrowellenspektrum.
Die Daten dieses Instrumentes werden in Zusammenhang mit den HIRS
Daten dazu benutzt, die globale atmosphärische Temperatur und den
Feuchtigkeitsgehalt, von der Erdoberfläche ab bis in die obere
Stratosphäre hin, zu berechnen (ca. 2 mBar bzw. 48km Höhe).
Die Daten werden auch für die Bestimmung von Niederschlägen und
Oberflächenmessungen, einschliesslich Schneebedeckung,
Meereseisdicke und Industrienebel verwendet. Die AMSU-A ist auch
ein cross-tracked Instrument, das schrittweise die
Strahlungsleistung scannt. Die AMSU-A ist in zwei physikalisch
getrennte Einheiten geteilt, wobei jede Unit unabhängig von der
anderen arbeitet. Das Module A-1 arbeitet mit 13 Kanälen und
Module A-2 mit 2 Kanälen. Das Instrument hat einen unmittelbaren
Sichtbarkeitsbereich von 3.3° und eine Auflösung von 48 km. Der
Sensor besitzt einen Cross-track-stepped-Scaner und er scannt
damit schrittweise ± 48.3° im SSP mit insgesamt 30 Feldern pro
Scan. Das Instrument benötigt für eine gesamte Scanlinie 8
Sekunden.
AMSU-B - ADVANCED MICROWAVE SOUNDING UNIT-B
Die AMSU-B wurde entwickelt, um eine Berechnung des vertikalen
Wasserdampfprofiles von der Erdoberfläche an bis zu einem
atmosphärischem Druck von 200 mBar (12 km Höhe) zu berechnen. Die
AMSU-B ist auch ein cross-tracked Instrument, das schrittweise
die Strahlungsleistung über 5 Kanäle hinweg scannt.
Das Instrument hat einen unmittelbaren Sichtbarkeitsbereich von
1.1° und eine Auflösung von 16 km. Der Sensor besitzt einen
Cross-track-stepped-Scaner und er scannt damit schrittweise ±
48.95° im SSP mit insgesamt 90 Feldern pro Scan. Das Instrument
benötigt für eine gesamte Scanlinie 2.66 Sekunden.
SAR - SEARCH & RESCUE INSTRUMENTS (REPEATER/PROCESSOR)
Die Such- und Rettungs-Instrumente sind Teil des
internationalen COSPAS-SARSAT Systems, welches zur Erkennung und
Lokalisierung von sogenannten Emergency Locator Transmitters
(ELTs), Emergency Position-Indicating Radio Beacons (EPIRBs) und
Personal Locator Beacons (PLBs), entwickelt wurde. Diese Systeme
arbeiten auf den Frequenzen 121.5, 243 und 406 MHz. Die NOAA
Satelliten beitzen zwei verschiedene Instrumente um diese
Notfall-Baken zu entdecken. Das eine (Search and Rescue Repeater
(SARR)) hergestellt in Kanada - das andere (Search and Rescue
Processor (SARP-2)) wurde in Frankreich produziert.
Ähnliche Instrumente befinden sich auf den russischen polar
umlaufenden Satelliten.
Die SARR setzen die empfangen die Signale der Notfallbaken auf
den Frequenzen 121.5, 243 und 406 MHz um. Diese Bakensignale
werden natürlich nur am Boden empfangen, wenn der Satellit im
Sichtbarkeitsbereich (Empfangsbereich) der Bodenstation, des
Local User Terminal (LUT) liegt.
Die SARP empfängt nur das Signal der 406 MHz Baken, aber
speichert die Informationen für einen anschliessenden Downlink
zur Bodenstation (LUT). Dadurch ist eine globale Erkennung der
406 MHz Nottfall-Baken gewährleistet. Nach dem Empfang einer
solchen Information durch den Satelliten, wird durch die SARP
oder SARR der Standort der Bodenstation (LUT) über
Dopplerverschiebung usw. berechnet. Die 121.5 und 243 MHz Baken
können in einem Bereich von etwa 20 km lokalisiert werden, wobei
die Baken im 406 MHz Bereich mit einer Genauigkeit von etwa 4 km
geortet werden können. Die LUT leitet die lokalisierten
Informationen an das nächste Mission Control Zentrum weiter. Nach
weiterer Bearbeitung erfolgt die Weiterleitung an die zuständigen
Rettungs-Koordinationszentren, die dann die Suche bzw. Rettung
einleiten. Die U.S. Fischereiflotte ist beauftragt wurden, diese
406 MHz Baken zu nutzen. Weiterhin werden sie auf den meisten
großen internationalen Schiffen, einigen Flugzeugen oder
Reiseschiffen - aber auch von terrestrischen Trägern
eingesetzt.
Die 121.5 und 243 MHz Baken werden zum Teil auf vielen Flugzeugen
und auf einer geringen Zahl von Schiffen eingesetzt.
SOLAR BACKSCATTER ULTRAVIOLET SPECTRAL RADIOMETER
Das SBUW2 Instrument ist ein Radiometer, das speziell den
ultravioletten Bereich scannt. Gleiche Instrumente sind schon auf
NOAA-F, NOAA-H und NOAA-I geflogen. Das SBUW2 isi in der Lage,
die solare Strahlungsstärke und die Strahlungsdichte
(reflektierte Solarenergie) über einen Spektralbereich von 160
bis 400 nm zu messen. Die Hauptaufgaben sind:
- Bestimmung der totlane Ozonkonzentration mit einer Genauigkeit
bis zu einem Prozent
- Bestimmung der vertikalen Verteilung des Ozons in der
Atmosphäre mit einer Genauigkeit bis zu 5 Prozent
- spektrale Messung der solaren Strahlungsintensität im Bereich
von 160 bis 400 nm.
SEM - SPACE ENVIRONMENT MONITOR
Der SEM/2 dient zur Messung und bestimmung der Intensität des
Strahlungsgürtels der Erde und des Flux (Fluß) der geladenen
Teilchen in Höhe des Satelliten. Es dient zur Erkundung der solar
terrestrischen Phänomene und weiterhin zur Erkennung und Warnung
von Solarwinden. Diese Solarwinde (Teilchenströme) können die
Weitbereichskommunikation (besonders auf KW und UKW) stark
beinträchtigen und sogar Schäden an Satelliten (magnetische
Orientierung, Solarpanels usw.) hervorrufen.
Der SEM/2 besteht aus zwei seperaten Sonsoreinheiten und einer
allgemeinen Datenverarbeitungseinheit (Data Processing Unit -
DPU). Die Sensoren sind zum einen der Total Energy Detector (TED)
und der Medium Energy Proton and Electron Detector (MEPED).
Der TED fühlt und qunatifiziert die Intensität nacheinander in ausgewählten Energiebereichen. Die interessierenden Partikel haben einen Energiebereich von 0.05 keV bis zu 20 keV. Der MEPED erkennt Protonen, Elektronen und Ionen mit einer Energie von 30 keV bis zu einem Level, der über 6.9 MeV liegt.
Informationsquellen
NOAA-Homepage : http://www.noaa.gov/
NOAA User Guide : http://www2.ncdc.noaa.gov/docs/podug/index.htm
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