Emulation eines KISS TNC mit MixW

Da MixW nicht in der Lage ist, die empfangenen und dekodierten Daten in einem KISS File abzuspeichern, wird mit dem nachfolgend beschriebenen Treiber ein KISS TNC emuliert.

Zunächst lädt man von der MixW Webseite den Treiber ComEmulDrv3.zip herunter. Dieses ZIP File wird in einem beliebigen Verzeichnis der Festplatte entpackt.

Installation und Konfiguration unter Windows XP

Nach erfolgreicher Installation muss ein virtuelles Serielles Schnittstellenpärchen eingerichtet werden. Im Beispiel wird nun für Pair1 COM5 und COM6. Um die Änderung wirksam werden zu lassen, ist ein Neustart des Computers notwendig. Nach dem Restart stehen zwei weitere virtuelle COM Schnittstellen zur Verfügung, die allerdings nicht in der Systemsteuerung und COM Ports angezeigt werden.

Konfiguration von MixW

Nach dem Start von MixW geht man in das Menü CONFIGURE -> TNC Emulation. Als Port nutzen wir COM6* mit den entsprechend eingetragenen Schnittstellenparametern. Das Häkchen DISABLE DEVICE darf nicht gesetzt sein.

Zur Einstellung der Betriebsart wechseln wir in das Menü MODE und wählen PACKET aus. Im nächsten Schritt öffnen wir das Menü MODE SETTINGS.

Im Tab GENERAL wird das Häkchen bei EMULATE KISS TNC ON TNC EMULATION PORT gesetzt. Damit leitet MixW nun alle Daten an diesen virtuellen Port COM6 weiter.

Durch den Windowstreiber wird nun eine virtuelle Verbindung zwischen COM6 und dem konfigurierten COM5 (Pair1) eingerichtet. Das entspricht in etwas einem Nullmodemkabel bei reel existierenden seriellen Schnittstellen. Somit werden die Daten aus MixW nach COM6 gesendet und an Port COM5 wieder empfangen.

Terminalprogramm und KISS File erzeigen

...und genau hier holen wir diese Daten wieder ab. Wir benutzen ein einfaches Terminalprogramm und richten es für den seriellen Port COM5 mit den entsprechenden Schnittstellenparametern ein.

Es ist nun egal, welche Terminalsoftware man benutzt. Ich benutze ein selbstgeschriebenes Programm, was mit aus den seriellen Daten gleich den KISS Frame dekodiert und ihn als Hexdump anzeigt. Die Abspeicherung in einem *.kss File ist natürlich möglich.

Benutzt man z.B. Hyperterm ist das Terminal natürlich auch auf die COM5 zu konfigurieren. Die seriellen Daten können allerdings nicht dekodiert werden, da Hyperterm den KISS Frame nicht erkennt und so wilde (nur ASCII darstellbare) Zeichen auf dem Bildschirm erscheinen.

Um ein KISS File zu erzeugen speichert man die empfangen Daten in einer TEXTDATEI ab. Eigentlich ist es keine richtige Textdatei, sondern die empfangenen Bytes werden unverändert in diese Datei geschrieben (zum Glück). Dieses erzeugte File ist nun ein binäres KISS File, das nun mit einem KISS Viewer angezeigt werden oder entsprechender Software weiterverarbeitet werden kann.