Kalibrierung G-5500 Rotorsystem

Ausrichtung der Antennen nach Norden

Zuerst sollte man natürlich einigermaßen genau wissen, wo NORDEN ist. Am Tag benutzt man einen Kompass - in der Nacht kann man sich sehr leicht am Nordstern orientieren. Man fällt ein Lot und findet sicher ein markantes Gebäude oder einen Baum, den man später als Orientierung nutzen kann.

Foto: ©DK3WN bei mir liegt Norden genau zwischen 2 großen Bäumen

Damit wäre der wichtigste Fixpunkt gefunden. Der Rotor wird am Steuergerät auf seine 0° Position (Norden) eingestellt und der gesamte Mast mit Antenne auf Norden, also auf den gemerkten Fixpunkt gedreht.

Kalibrierung Rotor / Interface

Der nächste Schritt ist die Einstellung der 360° Marke. Dazu dreht man die Antenne im Azimuthüber komplett um die eigene Achse, so dass die Antenne exakt in die gleichen Richtung zeigt wie bei 0°. Dieser Punkt sollte am Controller-Instrument idealerweise wieder N (360°) sein. Wenn nicht, justiert man das Azimuth-Potentiometer FULL SCALE ADJ. genau auf diese Marke. Damit hat man die Übereinstimmung der Azimuth-Anzeige des G-5500 Controllers mit der Antennenrichtung kalibriert.

Foto: ©DK3WN Foto: ©DK3WN Foto: ©DK3WN

Kalibrierung des Rotorinterface

Ich verwende zur Rotorsteuerung das FoxDelta ST-1 Interface. Zur Kalibrierung benutzte ich mein gewohntes WISAT32 Programm. Es bietet die Möglichkeit, bestimmte Stationen/Az-Richtungen im File Standpos.sqf zu konfigurieren. Ich erzeugte 2 Einträge mit NORDEN1 = 0° und NORDEN2 = 360°. Klickt man auf NORDEN1 dreht die Antenne in ihre Ausgangsposition (siehe oben) zurück. Bei NORDEN2 sollte sie idealerweise auf 360° drehen. Wenn nicht, justiert man das Azimuth-Potentiometer OUT VOLTAGE ADJ. genau auf diese Marke. Damit hat man nun auch die Übereinstimmung der Antennrichtung mit der vom Programm über das Interface gesendeten Antennenrichtung kalibriert.

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Diese Konfiguration bezieht sich auf den El./Az-Dual Controller G-5500 von YAESU in der 360° Konfiguration. Ist diese Kalibrierung korrekt, sollte auch die 450° Konfiguration ( also Nord 0° -> Nord 360° -> Ost 90 °) richtig sein. Optional kann auch noch die Option 180° Elevation eingestellt werden. Dann rotieren die Antennen über Kopf um ihre horizontale Achse. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn es die richtige Montierung der Antennen erlaubt. Somit kann ein komplettes Drehen bei einem östlichen Satellitendurchgang vermieden werden.