Betrieb über FM Satelliten
Immer wenn ein neuer Satellit im FM Mode verfügbar ist, kommt die Diskussion wieder in Gange, wie man diesen effizient für QSO's nutzt. Die Erfahrungen in Europa zeigen allerdings immer wieder chaotische Zustände (z.B. UO-14 -> man findet einige Beispiele auf meiner Webseite bei den einzelnen Satelliten)
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abschreckendes, aber leider reales Beispiel, 07.08.2004, 1310 UTC über Europa
Warum herrscht bei uns eigentlich so wenig Disziplin? Es muss doch an uns selber liegen - denn auch auf Kurzwelle, im DX Pile-Up sind es immer wieder die Europäer, die einen schlechten Ruf haben. Liegt es nur an der Mentalität der Südeuropäer oder an der Leistung der Osteuropäer?
Gerade wieder angeregt durch einen Beitrag von Ib (OZ1MY) und Tony, VK3JED im AMSAT-BB möchte ich meine eigenen Erfahrungen und Hinweise noch einmal überarbeiten und ergänzen.
Die erste und goldene Regel lautet - erst hören, dann senden !
- Nicht in laufende QSO's rufen und sein eigenes CQ platzieren - Warten - auch wenn es schwer fällt und man schon mit den Fingern trommelt um auch diese Station zu arbeiten.
- Pfeifen, Klopfen, "Ola, Ola" usw. ist überflüssig - auf einem FM Transponder braucht man sich nicht einpfeifen
- Leistung auf ein Minimum reduzieren - wenn der Transponder zugestopft wird, nützt das niemanden.
- Kurz fassen und QSO's auf das Wesentliche beschränken.
Hier gehen sicher die Meinungen auseinander - ist es notwendig,
einen Locator zu senden? Bei einem Contest auf Kurzwelle reicht
der Rapport - 59 - für ein gültiges QSO. Wir haben hier
in Europa diesen Stil entwickelt - aber wäre es nicht
effektiver, im Contest-Stil zu arbeiten? Gerade wenn der Satellit
sehr belegt ist - Call und Rapport - das war's.
Name, QTH oder gar die Stationsausrüstung kann man austauschen, wenn man wirklich allein ist oder genügend Zeit hat.
Wenn man sich sicher ist, dass die Gegenstation das eigenen Rufzeichen verstanden hat - macht es keinen Sinn es noch mehrmals zu wiederholen. Auch die Gegenstation kennt ihr eigenes Call! - Disziplin üben, sich auch mit einem QSO pro Durchgang zufrieden geben - in den kostbaren max. 14 Minuten käme so jeder einmal zum Zuge. Ich habe schon so oft dagesessen, das Mikrofon in der Hand - und hab doch kein einziges QSO gemacht.
- Es wird immer wieder Stationen geben, über die man sich ärgert (auf Grund ihrer Betriebsweise) - es ist aber sinnlos, diese Stationen zu stören (Mitdrücken) - das nützt den anderen auch nichts.
- Respektieren wir QSO's in eigener Sprache. Es funktioniert wirklich, bei entsprechender Disziplin und kurzen QSO - ein Durchgang ist wirklich multilingual und zuhören kann auch viel Spaß machen.
Vielleicht lassen wir uns von dem "täglichem Chaos" nicht
einfangen und versuchen durch unsere Betriebstechnik ein wenig
mehr Disziplin vorzumachen. Es ist schwer, aber wir sollten es
probieren - auch wenn der Finger an der Mikrofontaste krabbelt,
der Leistungsregler noch nicht am Anschlag ist und man schon die
Augen verdreht, wenn der Name zum drittenmal wiederholt wird
-> DISZIPLIN
Vielleicht gelingt es uns dann, die vorhandenen FM Satelliten so
zu nutzen, wie man es erfolgreich über die verfügbaren
SSB Transponder längst praktiziert.
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QSO zwischen I1LJV und GB5OSO, 19.10.2007, 1535 UTC [AO-27]
Leider konnte ich mir nicht verkneifen, dieses QSO hier als Beispiel zu zeigen. Wenn jede Station so eine Betriebstechnik an den Tag liegt, hat kein anderer eine Chance, ein QSO zu fahren. Uplink-Leistung ist eben nicht alles [irgendwie erinnert mich das etwas an Kurzwelle] - auch hier gibt es Krokodile. Während gute OPs ca. 20 Sekunden für ein QSO benötigen, sind es hier 5 Minuten. Ola, ola, oooooola...
In 17 years of satellite operating - and literally thousands of QSO's, I'm proud of the fact that I have actually had 2 - (that's two, folks) - QSO's on FM. I believe the last one was W3SM/OE on AO-27 about 10 years ago. For want of something better to do today I went outside with my arrow aerial, a MYCOM handheld scanner and a little IC-E91 (also handheld) to have a listen to AO-51 ... (I've heard it described as a "zoo"). I monitored the 16:15Z pass over Russia/LA/Europe/UK and what I heard can only be described as the worst operating I've heard in 41 years of radio. There were stations battling it out with the mine's bigger than yours mentality, stations "hogging" it, constantly calling CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ ... pause for breath ... CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ, CQ ... (no callsign given but obviously a Russian station), Several stations replied to this gentleman but he was obviously *NOT* hearing them. There was the 'obligatory' awwwwwla, awwwwwla, awwwwwla, awwwwwwla - (the mic-shy gentleman who can't find his downlink).
(Don't these clowns have receivers ??.....LA2QAA)
AO-51, what a wonderful resource for showing the non-amateur listeners that these operators are fully competant to operate an emergency network like the one mentioned planned for Intelsat.
I'm absolutely convinced !!! Intelsat will welcome such operating with open arms!. My (non-amateur) neighbour's immediate comment was - "I'm glad my !!! life doesn't depend on you lot, it sounds like a fox loose in a henhouse". I'm ashamed to say, I absolutely agree with him. I also sincerely hope that the standard of operating (read: disipline/ proceedure) is better in North America than it is in Europe - actually, I've listened via N1DID and Echolink, as well as the promo video so I know it is.
73 John, LA2QAA [AMSAT-BB am 14.05.2008]
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