Meine Antennen
April 1996 - X-Quad's
Der erste Antennenaufbau am 13. April 1996 - 2 X-Quads auf einem Glasfiberstab montiert und eine KENPRO KR5600 Kombination.
Die X-Quad stellt eine Weiterentwicklung der bekannten Mehrelement-Quads dar. Ihre speziell für den Amateurfunk entwickelten besonderen Eigenschaften sind:
• Umschaltmöglichkeit der Polarisationsebene
(horizontal/vertikal/ zirkular rechts/zirkular
links/diagonal)
• Hoher Gewinn gegenüber anderen Antennenformen durch
Stockungseffekt
• kurze Boomlänge und kompakter Aufbau
• Montage Vormast oder mittig möglich
Das Strahlerelement ist ein gestocktes Quad-Element, das für lineare Polarisation mit einem Kreuzschlitzstrahler zu vergleichen ist. Diesem gegenüber liegt der Vorteil der X-Quad jedoch in der Möglichkeit, sie durch einfache Änderung der Einspeisung für die jeweils gewünschte Polarisation optimal zu nutzen: gegenüber einer Kreuzyagi sind bei der X-Quad alle Sekundärelemente (Direktoren, Reflektoren) aktiv, was den kompakten Aufbau ermöglicht. Die Umschaltung erfolgt wie bei Kreuzyagis entweder durch ein Koaxrelais oder unseren Polarisations-Fernumschalter direkt an der Antenne, wobei dann nur ein Speisekabel erforderlich ist, oder an der Station unter Verwendung von zwei Speisekabeln. Die Antenne kann durch eine Phasenleitung auch fest auf zirkularen Betrieb eingerichtet werden (siehe Tabelle).
Die Sekundär-Elemente sind, bezogen auf das Strahlerelement, diagonal angeordnet, was der Spannungsverteilung auf diesem entspricht und die günstigsten Ergebnisse zeigt. Bei Montage unter Dach ist die geringe Beeinflussung durch Fremdfelder - im Vergleich zu Yagiantennen - hervorzuheben. Sämtliche Elemente sind mit Boom und Kabelaußenmantel elektrisch leitend verbunden, wodurch Störungen durch statische Aufladungen ausgeschlossen werden. Der Anschluß der beiden Speisekabel erfolgt über N-Buchsen, das Gehäuse ist wasserdicht vergossen. Boom und Elemente sind aus Aluminium, alle Schrauben aus rostfreiem Edelstahl. Konstruktion und Ausführung der Antennen sind gesetzlich geschützt (DBGM).
| . | 2m X-Quad | 70cm X-Quad |
|---|---|---|
| Elemente je Polarisationsebene | 12 | 18 |
| Gewinn | 10,5 dBD | 12,8 dBD |
| Öffnungswinkel horiz. (E) | 47° | 36° |
| Öffnungswinkel vertikal (H) | 46° | 36° |
| Vor/Rückverhältnis | 19 dB | 21 dB |
| Belastbarkeit | 1500 Watt | 1000 Watt |
| Länge | 1460 mm | 1270 mm |
| Höhe | 730 mm | 220 mm |
| Gewicht | 2,3 kg | 1,6 kg |
| Windlast bei 160 km/h | 74 N | 48 N |
| Antennenanschluss | 2 x N | 2 x N |
Die Antennen sind bei mir im Schwerpunkt auf einem Glasfieberstab montiert, Horizontal- und Vertikalpolarisationsanschlüsse sind über Phasenleitungen fest auf rechtsdrehende Zirkularpolarisation verkabelt. Die Vorverstärker für 2m und 70cm befinden sich direkt an der Antenne.
Zwischen den beiden Antennen befindet sich noch ein Yagi für Meteosat-Empfang (1.7 GHz) mit montiertem Vorverstärker. Am unteren Ende des Antennenmast ist noch eine UKW-Antenne montiert.
Januar 2007 - neue Antennen
2m Kreuzyagi WX220 (WiMo)
Die schlanken Boomrohre und Elemente bestehen aus einer Aluminiumlegierung und garantieren smit geringe Windlast (bei 120km/h ca 140N). Die Antennen haben die orkanartigen Stürme im Januar 2007 problemlos überstanden, lediglich die einfache Klemmung (Schelle) der 2m-Antenne auf dem Glasfieberrohr reichte nicht aus und die Antenne verdrehte sich.
Auch die Elementhalter sind aus Aluminium. Hier zeigen sich allerdings die Qualitätsunterschiede zur MASPRO. Die Elemente sind hier mit Flügelmuttern fixiert. Die Zeit wird zeigen, ob sich die einfache WIMO Befestigung bewährt.
Der Boom besteht aus Rundrohr, ein Unterzug ist daher nicht notwendig. Der Balun besteht aus Teflonkabel und ist fest in den Dipolkästen eingebaut, welche auch absolut wetterfestvergossen sind. Der Anschluss erfolgt über eine Phasenleitung um eine rechtsdrehende Polarisation zu erreichen. Beim Aufbau ist darauf zu achten, dass das längere Kabel der Phasenleitung an den vorderen Dipol angeschlossen wird.
70cm Kreuzyagi (MASPRO)
Eine schon vor vielen Jahren entwickelte und mehrfach bewährte OSCAR Antenne, die heute nur noch als Restposten zu bekommen ist. Die sehr solide Konstruktion aus einer Aluminiumlegierung (Boom, Elemente und Elementehalter) ist sehr schnell zu montieren. Die Elemente werden mit rostfreien Flügelmuttern befestigt. Die Antenne ist in der Polarisation umschaltbar, das Relais befindet sich im hinteren Dipolkasten. Im Ruhezustand ist ist die Antenne rechtszirkular polarisiert, beim Anlegen einer Spanung 12V DC, 30mA erreicht man LHCP.
| . | 2m WX220 | 70cm MASPRO |
|---|---|---|
| Elemente je Polarisationsebene | 10 | 20 |
| Gewinn | 12,35 dBD | 13,4 dBD |
| Öffnungswinkel horiz. (E) | 38° | 28° |
| Öffnungswinkel vertikal (H) | 46° | 35° |
| Vor/Rückverhältnis | 25 dB | 18,3 dB |
| Belastbarkeit | 200 Watt | 50 Watt |
| Länge | 4700 mm | 3680 mm |
| Höhe | 990 mm | 340 mm |
| Gewicht | 4,3 kg | 3,5 kg |
| Antennenanschluss | 2 x N | 2 x N |
Nach 1.5 Jahren kann ich nun sagen, dass die MASPRO erwartend sehr solide ist und nicht ein einziges Strahlerelement wackelt. Ganz anders die WIMO 2m Antenne. Hier war es ab und zu notwendig, einzelne Elemente nachzuziehen.
Juni 2009 - neue Rotoren
Meinen ersten Rotor installierte ich am 13. April 2006 - eine KENPRO KR5600 Kombination. Im Laufe des letzten Jahren machten sich die Alterserscheinungen am Elevationsrotor bemerkbar. Er wurde immer lauter und im Flipmodus begann er an manchen Stellen recht laut zu quietschen. Die Nachbarn werden sich besonders nachts darüber gefreut haben :-) Der Azimuthrotor läuft allerdings immer noch fast lautlos!
Auf den Tag genau nach 13 Jahren und 2 Monaten tauschte ich die Rotoren gegen die neue Kombination YAESU G-5500 aus. Eine beachtliche Zeit, finde ich - da die Rotoren bei mir wirklich täglich mehrere Stunden im Einsatz sind.
Der neue Azimuthrotor schaft 450 Grad und hat seinen Wendepunkt nun im Norden (KENPRO 360°, Wendepunkt Süden). Allerdings ist er lauter als das Vorgängermodel KR-600. Laut Handbuch schafft er eine komplette Drehung von 360° in 58 Sekunden, der Elevationsrotor braucht 67 Sekunden für einen kompletten 180° Flip.
Die Montage war schnell erledigt, es sind nur wenige Schrauben und alles ist baugleich zum Vorgängermodell geblieben. Allerdings haben beide Rotoren keine
Klemmkästen für das Steuerkabel mehr, sondern werden mit 7 poligen Steckern (Alugehäuse) geliefert. Das hatte also Lötarbeiten auf dem Dach zur Folge.
Nach etwa 2 Stunden waren die Austauscharbeiten abgeschlossen und die ersten Drehversuche zeigten ein zufriedenes Lächeln auf meinem Gesicht. Etwas lauter als die KENPRO-Kombination, aber daran haben sich die Nachbarn ja nun schon gewöhnt...
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